Schulprogramm 2012 - Bestandsaufnahme

2.1     Daten und Fakten

Das Förderzentrum Pestalozzi-Schule Husum betreut im Schuljahr 2012/2013 ca. 365 Schülerinnen und Schüler in den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, Geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie im Förderschwerpunkt Erziehung und Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit autistischem Verhalten.

Davon werden 340 Mädchen und Jungen in integrativen Maßnahmen an 16 verschiedenen Schulstandorten unterrichtet. 15 Schülerinnen und Schüler werden noch in einer Klasse 8/9 an unserer Stammschule beschult. Mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 werden keine Schülerinnen und Schüler mehr im Stammhaus aufgenommen. Präventive Maßnahmen finden in 30 Kindergärten bei ca. 350 Kindern und in der Eingangsphase der beteiligten Grundschulen statt.

35 Sonderschullehrerinnen und -lehrer sowie 3 Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst setzen die sonderpädagogische Unterstützung an unseren Standorten um.

Sekretärin, Hausmeister und pädagogische Unterrichtshilfen vervollständigen das Pestalozzi-Team.

2.2      Sonderpädagogische Arbeitsfelder

Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist ein Verständnis von Schule als lernende Institution. Die Schulleitung favorisiert einen partizipativen Führungsstil. Notwendige Schulentwicklungsprozesse unterliegen einer klaren Konferenzstruktur und werden auf breiter kollegialer Basis entschieden. Eine Steuergruppe initiiert und bereitet entwicklungsorientierte Maßnahmen vor.

Unser abgestimmtes und übergreifendes Entwicklungsziel lautet:

Wir leisten sonderpädagogische Unterstützung in präventiven und integrativen Maßnahmen. Wir beziehen uns in unserem Arbeitsverständnis auf alle uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler mit und ohne festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf.

Wir engagieren uns für die konzeptionelle Weiterentwicklung dieser Maßnahmen hin zu einer inklusiven Beschulung.

Unsere Arbeitsfelder werden in der folgenden Übersicht veranschaulicht.
 

2.3     Stärken

Im Folgenden beschreiben wir wesentliche Aspekte, die unser pädagogisches Wirken auszeichnen. Ihnen gemeinsam ist das Ziel, den Unterricht kontinuierlich zu verbessern.

Auf der Grundlage geklärter strukturbezogener Inhalte ist unser Blick stets gerichtet auf die Weiterentwicklung unseres Lehrerhandelns.
 

  • Die Unterrichtsentwicklung ? individuelle Förderung

Wir favorisieren einen handlungsorientierten Offenen Unterricht, der selbst-tätige Schüleraktivitäten und themenorientiertes Arbeiten in bedeutsamen Handlungsfeldern zulässt.

Wir begegnen der einzelnen Schülerin und dem einzelnen Schüler mit einer empathischen Grundhaltung und mit individueller Zuwendung. Das diagnostisch ermittelte Lernniveau bildet die Grundlage für die Individualisierung des Lernens.

 

  • Das Kollegium ? kollegiale Unterstützung und Fachkompetenz

Wir erleben uns als ein aufgeschlossenes Kollegium, das den kollegialen und fachlichen Austausch pflegt und sich gegenseitig unterstützt. Die vorhandenen vielfältigen Fachrichtungs- und Fachkompetenzen werden intensiv genutzt. In vertrauensvoller Zusammenarbeit ist das Kollegium bereit, neue Entwicklungen zu planen und umzusetzen.

Wir nutzen die Möglichkeit der Supervision.

 

  • Teamarbeit ? Teamteaching und Kooperation

Wir erleben das Teamteaching in den vielfältigen Unterrichtssituationen als Bereicherung. Wir arbeiten fächer- und klassenübergreifend und übernehmen Verantwortung für alle Schülerinnen und Schüler. Wir legen Wert auf einen kooperativen Austausch, der geprägt ist von einem wertschätzenden und vertrauensvollen Dialog mit unseren Teampartnern.


  • Sonderpädagogisches Arbeitsfeld: Beratungstätigkeit

Wir erfahren positive Rückmeldungen im Rahmen unserer Beratungstätigkeit. Sie ist individualisiert, fachrichtungsübergreifend, diagnostisch kompetent und erfolgreich.

 

  • Sonderpädagogisches Arbeitsfeld: Integration und Prävention

Wir arbeiten in integrativen und präventiven Maßnahmen auf der Grundlage unseres Förderkonzeptes sowie gemeinsamer vereinbarter Rahmen-bedingungen mit unseren schulischen und außerschulischen Kooperations-partnern. 

 

  • Organisationsentwicklung:

Individuelle sonderpädagogische Förderpläne, sonderpädagogische Gutachten, präventive Förderpläne und Zielpläne

 
Wir bieten anerkannte diagnostische Kompetenzen in vielfältigen Fach- und Entwicklungsbereichen an. Dies geschieht einerseits  auf der Grundlage sonderpädagogischer Gutachten bzw. individueller sonderpädagogischer Förderpläne in integrativen Maßnahmen andererseits auf der Grundlage präventiver Förderpläne und Zielpläne in präventiven Maßnahmen.

Wir diagnostizieren und fördern den lernschwachen und den hochbegabten Schüler.


 2.4          Evaluation der Arbeitsvorhaben im Gültigkeitszeitraum                        

 01.03.2010- 31.07.2012

 Die entsprechenden Ausführungen, Maßnahmen und Ziele sind nachzulesen im Schulprogramm vom 25.01.2010, Seiten 5-9

 

  • AV 1

Wir arbeiten aktiv an der Optimierung der schulinternen Teamarbeit 

Die Ziele dieses Arbeitsvorhabens sind erreicht. Die Umsetzung wird einstimmig als erfolgreich verabschiedet.

 

  • AV 2

Wir wollen unsere Beratungskompetenz weiterentwickeln.

Die Maßnahme einer Kompetenzerweiterung über moderierte Schulentwicklungstage erwies sich als ausgesprochen effizient. Die Kolleginnen und Kollegen fühlen sich deutlich kompetenter in ihrer Beratungstätigkeit.

Nicht zufriedenstellend umgesetzt wurde das kollegiumsinterne Angebot, sich im Rahmen konkreter Fallarbeit regelmäßig auszutauschen. Das Prinzip der Freiwilligkeit führte zu einer eher unverbindlichen Sicht auf diese abgesprochene Möglichkeit des fachlichen Austausches.

 

  • AV 3

Wir arbeiten aktiv an der Umsetzung des Förderkonzepts für die inklusive Beschulung.

Das Ziel dieses Arbeitsvorhabens gilt als erreicht. Darüber hinaus konnte auf einem Schulentwicklungstag mit Teampartnern unserer Regelschulen gemeinsam über die Möglichkeiten einer sonderpädagogischen Förderung diskutiert werden. Das im Konsens beschlossene Ergebnis ist Kern unseres Förderkonzeptes.

 

  • AV 4

Wir optimieren die individuellen sonderpädagogischen Förderpläne, Lehrberichte und sonderpädagogischen Gutachten in Bezug auf Effizienz und Ökonomie.

Die Ziele dieses Arbeitsvorhabens sind durchgängig erreicht und haben sich im Schulalltag ausgesprochen positiv bewährt.

 
2.5      Zukünftige Arbeitsvorhaben

Ausgehend von intensiven Diskussionen und daraus resultierenden Ergebnissen im Rahmen unserer Bestandsaufnahme legen wir hier unseren beschlossenen Aktionsplan für die Schuljahre 2012/13 und 2013/14 vor. Wir fokussieren uns weiterhin auf unser langfristiges und übergreifendes Entwicklungsziel, die uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler in präventiven und integrativen Maßnahmen zu beschulen und für eine dauerhafte Teilhabe in den Grund- und Sekundarschulen zu sorgen. Dabei achten wir, wie bereits in der Präambel erwähnt, auf ein kleinschrittiges und behutsames Vorgehen.

Die einzelnen Aspekte unserer Arbeitsvorhaben (Ziele, Maßnahmen, Indikatoren, Verantwortlichkeit, Termine und Umsetzungskontrolle) sind im Folgenden in tabellarischer Form zusammengefasst.



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